„Streng geheim!“ (Projektwoche der Klasse 6m, Schuljahr 2013/14)

Doppelagenten, Detektive und Zauberer, gute gehütete Geheimnisse und verschlüsselte Botschaften, Geheimschriften und Geheimverstecke … Gibt es verlockendere Themen, mit denen man die Schülerinnen und Schüler einer Klasse ködern kann? Dass die diesjährige Projektwoche der Klasse 6m, deren Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit dem Lehrerteam vorher eine lange Themenliste erstellt hatten, am Ende unter dem Motto „Streng geheim!“ stand, hat jedenfalls niemanden verwundert.

Projektwoche "Streng geheim!"

Kartentricks

Am Montag der mittleren Februarwoche ging es, nachdem in den Wochen vorher die Arbeitsgruppen geplant und festgelegt wurden, los. Schülerinnen und Schüler sowie die betreuenden Lehrkräfte arbeiteten in verschiedenen Räumen. Während die einen einen Großteil der Zeit in den Werkräumen verbrachten, um Tafeln in geheimen Schriften, die sie vorher ersonnen hatten, zu drucken, entwarf eine andere Gruppe im Theaterraum ein szenisches Detektiv-Spiel. Eine dritte Gruppe werkelte mit dem Großvater einer Schülerin (danke, Herr Müller!) im Werkraum der OGS, um nur mit einem Trick zu öffnende Schatzkistchen zu basteln. Dann gab es noch eine Gruppe, die vom Zauberer Zappalot alias Christian Perleth, einem ehemaligen Schüler des DHG, in die Welt der Zaubertricks eingeführt wurde (ein Dankeschön an den Begabtenförderungsverein für die großzügige finanzielle Unterstützung!). Mit legendären politischen Spionagefällen beschäftigte sich schließlich die letzte Schülergruppe, die hierfür im Klassenzimmer an Computern recherchierte und Plakate gestaltete. Aufgelockert wurde die Arbeit der Kleingruppen am Dienstag durch eine Einführung ins Thema „Krypto- und Steganographie“. Frau Frankenstein (danke!), die Mutter eines Schülers, erklärte vor der ganzen Klasse in ihrem Vortrag, wie man elektronische Botschaften verschlüsselt und in Computerdateien Nachrichten verstecken kann. An Computern durfte man das dann auch ausprobieren.

Projektwoche "Streng geheim!"

Geheimschrift im Linoldruck

Ziel der viertägigen Arbeit war wie immer der Präsentationsabend für Eltern und andere Interessierte am Donnerstag: Nach einem einführenden Theaterstück wurden die Eltern in zwei Gruppen in einer Art Rallye durchs Schulhaus gejagt. In verschiedenen Räumen präsentierten die Schülerinnen und Schüler ihre Ergebnisse: Im eigenen Klassenzimmer wurden Spionagefälle vorgestellt und mussten die Eltern am Computer verschlüsselte Nachrichten dechiffrieren; in einem anderen Zimmer wurde mit Karten, Gummis, Bechern und anderen Utensilien geflunkert und gezaubert; und im Natur-und-Technik-Raum galt es, geheime Botschaften zu entschlüsseln, um Hinweise auf das Versteck eines Lösungsworts zu erlangen. Am Ende schafften es beide Elterngruppen dank der zahlreichen geheimnisvollen Hinweise in die Bibliothek, wo zwischen den Buchreihen die selbst gebauten Geheimkästchen mit den Buchstaben des Lösungsworts versteckt waren. Dieses benötigten die Eltern, um das leckere Büffet eröffnen zu dürfen – und das hatten sich alle Beteiligten nach der fast zweistündigen Schnitzeljagd redlich verdient.

Projektwoche "Streng geheim!"

Gar nicht so einfach, die Geheimkästchen zu öffnen …

Eine alles in allem gelungene Projektwoche, fanden Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte sowie Eltern, bei der die Schülerinnen und Schüler viel Spaß und Freude hatten, aber auch (ebenso wie Eltern und Lehrkräfte) einiges gelernt hatten.

(Text und Fotos: Ulf Cronenberg)